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16.08.2016

Buchtipp: Gemüsesamen selbst gezogen

Der Saatguttausch ist eine uralte bäuerliche und gärtnerische Tradition. Jeder Bauer war früher sein eigener Pflanzenzüchter, jede Hausfrau wusste, wie sie die Samen ihrer Pflanzen erntete und aufbewahrte. Was unsere Vorfahren Jahrtausende lang praktizierten, ist heute fast in Vergessenheit geraten.

Selber Saatgut gewinnen ist nicht nur ein Schritt hin zu mehr Autonomie und Erhaltung samenfester Sorten, sondern kann in Zeiten einer Monopolisierung der Agrarwirtschaft und der zunehmenden Lizensierung und Patentierung von Pflanzen und anderen Lebewesen auch als politische Handlung betrachtet werden. Dazu kommt:  Wer eigenes Saatgut gewinnt und es an seine Freunde und Bekannte weitergibt, erhält biologische Vielfalt und wertvolles Gartenbauwissen.

Das Buch „Gemüsesamen selbst gezogen“ von Cora Leroy zeigt einfach und anschaulich, wie eigenes Saatgut  erfolgreich gewonnen wird. 25 bekannte Gemüsearten stellt die Autorin übersichtlich vor: mit allen wichtigen Angaben zu Aussaat- und Anbauterminen, besonderen Eigenheiten sowie nützlichen Tipps von Profis, Hobby-Samenzüchtern und Menschen, die sich der Erhaltung alter Nutzpflanzenarten und -sorten widmen. 

Wer noch einen Schritt weiter gehen will, erfährt Wissenswertes über die Neu- und Erhaltungszucht und die dafür notwendigen Techniken, Hilfsmittel und Kreuzungsmöglichkeiten. So erlernt jeder, eine eigene Haussorte aus der Vielfalt der Natur auslesen und zu erhalten.

Cora Leroys Buch ist ein praktisches Handbuch für den fortgeschrittenen Freizeitgärtner zu Aussaat, Anbau und Auslese von Gemüse und der Gewinnung dessen Saatguts.

Autorin: Cora Leroy
Seitenzahl: 208 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-03800-900-9