StartseiteNewsWeltbienentag am 20. Mai
18.05.2018

Weltbienentag am 20. Mai

Die Vereinten Nationen (UN) haben den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Für den Tag zu Ehren der Bienen stimmten im vergangenen Jahr 115 der 139 UN-Mitgliedsstaaten, darunter alle EU-Staaten und globale Großgewichte wie die USA, Kanada, China, Russland, Indien, Brasilien und Australien.

Der Weltbienentag soll daran erinnern, wie viele Pflanzen weltweit auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen sind. Das ist nicht nur wichtig für funktionierende Ökosysteme, es hängt auch ein Großteil der menschlichen Ernährung davon ab. Viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte und Samen (sowohl bei Obst als auch bei Gemüse) wachsen erst nach erfolgreicher Befruchtung – durch Bestäubung der Blüten, übernommen von Insekten. Bei anderen Pflanzen, etwa den Getreidegräsern, bestäubt der Wind. Nach Angaben des Weltrats für Biologische Vielfalt sorgen Bienen und andere Insekten mit ihrer Bestäubung jedes Jahr weltweit für Nahrungsmittel im Wert von bis zu rund 500 Milliarden Euro.

"Holt die Bienen zurück in die Gärten", rief der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde bereits 2011 auf. Damals gab es erste Hinweise darauf, dass die Bienenbestände in Deutschland dramatisch zurückgehen. Ob mit dem Aufstellen von Bienenstöcken oder durch gezielte Hilfen für Wildbienen –  es galt, die bedrohten Tiere zu unterstützen.

Seit dem ist viel passiert: In den meisten Kleingartenanlagen wird die Imkerei aktiv unterstützt. Freie Parzellen werden für Bienenstöcke reserviert, Imker-Wissen wird durch die Vereinsfachberatung weitergegeben. Für die Betreuung von Honigbienen ist schon etwas Spezialwissen nötig, die Ansiedlung von Hummeln und Solitärbienen ist dagegen kinderleicht und in jedem Garten möglich. 

Mit speziellen Blühgärten machen heute viele Vereine Ihre Kleingartenanlagen zu Insekten-Oasen, ergänzt durch Nisthilfen in vielen Varianten. Jetzt im Mai ist die beste Zeit, solche „Insekten-Hotels“ aufzustellen. Wer dann noch mit einheimischen Blühpflanzen und Obstgehölzen für ein ausreichendes Nahrungsangebot sorgt, hat schon viel getan für die Sechsbeiner.

Übrigens: Honig- und Wildbienen fühlen sich in Städten sehr wohl! Selbst auf dem Balkon ist es möglich, sie mit Futterpflanzen und einem kleinen "Bienenhotel" (gibt's im Baumarkt oder Gartencenter)  zu unterstützten.

Mehr Wissen und Tipps zu Wild- und Honigbienen gibt es hier beim BDG:

www.kleingarten-bund.de/de/service/publikationen/broschueren/
www.kleingarten-bund.de/de/service/publikationen/gruene-schrift/