Der Garten im Februar 2012
Tipp: Die erste Rasenmahd ist zwar meist erst im April fällig, trotzdem sollte bereits jetzt der Rasenmäher fit für die Saison gemacht werden. Im Februar ist noch ausreichend Zeit für Zündkerzencheck, Ölwechsel oder Kabelkontrolle – und zwar stressfrei. Ein Messerschliff tut gleichfalls oft Wunder. Wer dies selbst erledigt, muss das Messer vor dem erneuten Einbau sorgfältig austarieren. So steht einer entspannten Rasenmahd-Saison nichts mehr im Weg.
Gemüse vorziehen
Frühbeetkästen und Kleingewächshäuser eignen sich ab Ende Februar sehr gut zur Anzucht von Jungpflanzen für den Freilandanbau. Geeignet sind alle Gemüsearten mit geringen Wärmeansprüchen. Vor allem bei Kopfsalat, Kohlrabi, Radieschen und Rettich lohnt sich diese
Anzuchtmethode. Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Abstand von 10 cm 0,5 bis 1 cm tief. Es sollte möglichst dünn und gleichmäßig gesät werden, das fördert die Entwicklung kräftiger, gesunder und gleichmäßig großer Jungpflanzen. Das Saatbeet sollte bis zum Auflaufen, also bis zur Keimung der Samen, nicht gelüftet werden, um den empfindlichen Keimprozess durch Temperaturschwankungen nicht zu unterbrechen. Sind die Jungpflanzen kräftig genug – also nach 2 bis 3 Wochen – werden sie durch regelmäßiges Lüften für den endgültigen Standort abgehärtet.
Dahlienknollen kontrollieren
Frostfreie Wintertage sollte zum Lüften und zur Kontrolle der Lager für Gladiolen-, Dahlien-, und Blumenrohrknollen genutzt werden, denn hohe Luftfeuchtigkeit verursacht schnell Fäulnis im Knollenlager. Dahlienknollen sind am meisten gefährdet. Der Wurzelhals, aus dem der Frühjahrstrieb erfolgt, darf keinen Schaden erleiden. Bildet sich an den Stängelrückständen Schimmel, muss dieser entfernt und der Lagerraum gründlich gelüftet werden. Der Schimmel greift sonst schnell auf den Wurzelhals über. Liegen die Knollen zudem zu dicht übereinander, sollten sie umgeschichtet oder auseinander gelegt werden. Das gleiche gilt für Gladiolen. Tritt einmal Lagerfäule auf, breitet sich diese bei Gladiolenknollen schnell aus und kann in kurzer Zeit den ganzen Knollenvorrat zunichte machen.
Vergessene Tulpen setzen
Wer im vergangenen Herbst versäumt hat, Tulpenzwiebeln zu pflanzen, kann dies noch im Februar nachholen. Einzige Voraussetzung: der Boden muss frostfrei sein. Wichtig ist, dass die Zwiebeln den Winter über gut aufbewahrt wurden. Beim Pflanzen sollten ein paar Dinge beachtet werden. So ist im Februar kurz vor dem natürlichen Austrieb der Zwiebelboden meist schon geschwollen und an manchen Zwiebeln bereits die Triebspitze erkennbar. Beide dürfen nicht beschädigt werden, so dass die Pflanzung besonders vorsichtig durchgeführt werden muss. Die Zwiebeln sollten deshalb nicht einfach in den Boden gedrückt, sondern sorgfältig in ausgehobene Pflanzgruben gesetzt werden. Tulpen sind pflegeleicht und blühen an fast jedem Standort; egal, ob sonnig, halbschattig oder sogar schattig.
Gehölze schneiden
Ein sachgemäßer Schnitt hält Ziergehölze gesund und reguliert ihre Form und Größe. Die Schnittmaßnahmen sollten Ende Februar abgeschlossen sein, denn bald beenden die Gehölze ihre Winterruhe und der Saftstrom in den Pflanzen beginnt. Spätere Schnittmaßnahmen schwächen die Bäume und Sträucher nur unnötig. Die wichtigsten Schnittregeln für Blütensträucher sollten beachtete werden. Es spielt eine große Rolle, ob die Gehölze am vorjährigen Holz blühen, ihre Blütenanlagen also bereits im vergangenen Jahr ausgebildet wurden oder ob sich die Knospen an diesjährigen Trieben entwickeln. Werden Frühjahrsblüher wie Forsythie, Scheinquitte oder Echter Jasmin im Februar zurückgeschnitten, entfernt man mit dem Schnitt die Blütenknospen – die Sträucher blühen nicht. Sommerblüher wie Pfeifenstrauch oder Schneeball können dagegen jetzt noch in Form gebracht werden.
Aushang für den Schaukasten:
