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Fachthemen > Soziales |
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Resolution des Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux "Der Kleingarten und Kinder und Jugendliche" |
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Die Verteter der europäischen Kleingärtnerorganisationen diskutierten auf ihrem diesjährigen Treffen in Warschau (Juni 2004) das Thema "Kinder und Jugendliche in Kleingärten" und verabschiedeten folgende Resolution: (08.07.2004, --) |
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Die Vertreter der nationalen Kleingärtnerverbände, die vom 17. bis 20. Juni 2004 in Warschau tagten, haben das Thema "Der Kleingarten und Kinder und Jugendliche" diskutiert.
Sie stellen fest:
- dass der städtische Raum und seine Anonymität viele Gefahren für die Kinder und Jugendlichen darstellt
- dass es insbesondere im städtischen Raum an Spiel- und Lebensraum für Kinder mangelt
- dass oft eine mangelnde Lebensqualität in den Wohnvierteln ein geeignetes Aufwachsen und eine stimulierende Erziehung der Kinder und Jugendlichen für das Leben nicht erlauben
- dass die dicht bebauten Wohnviertel keinen Kontakt mit der Natur erlauben und die Jugend von ihren natürlichen Wurzeln abschneiden.
Sie halten fest:
- dass Kinder unser kostbares Gut und die Zukunft unserer Gesellschaft sind, dass Kinder einen Ort brauchen, wo sie spielen und toben können
- dass die Kleingärten gesunde Erlebnisräume für Kinder und Jugendliche sind und ihre körperliche und geistige Entwicklung fordern
- dass sie ihnen das Entstehen, Wachsen und Sterben zeigen .und ihnen so eine Erziehung zum Leben geben sowie ein Natur -und Umweltbewusstsein bei ihnen erzeugen
- dass sie den Kindern und Jugendlichen ermöglichen selbst kreativ tätig zu sein und sie zusätzlich vor vielen städtischen Gefahren schützen
- dass sie die Kinder und Jugendlichen zu einem respektvollen Umgang mit den Mitmenschen anhalten und ihnen durch das Gemeinschaftsleben die Begriffe von Demokratie, Toleranz und Solidarität beibringen
- dass das Gemeinschaftsleben im Garten den Dialog zwischen den Generationen nachhaltig fordert
Sie fordern deshalb ihre Mitglieder auf:
- weiterhin Maßnahmen einzuleiten, damit die Kinder und Jugendlichen in den Kleingartenanlagen genügend Raum für eine individuelle bereichernde Freizeitbetätigung zur Verfügung haben
- ihre Gärten so zu gestalten, dass die jungen Menschen im Kreise der Erwachsenen eine gesunde Freizeit verbringen können
- die Kinder und Jugendlichen sowohl in geeigneter Art und Weise am Gemeinschaftsleben teilnehmen zu lassen wie auch die Möglichkeiten zu schaffen damit sie ihre eigenen Tätigkeiten entfalten können
- die Kleingartenanlagen kindgerecht zu gestalten durch Anlage von Spielplätzen und Gemeinschaftsflächen
- mit den Schulen und Kindergärten im Rahmen der Naturerziehung zusammen zu arbeiten (Schulgärten, Biologiestunde vor Ort, ein Tag im Kleingarten, Aktionen) Familien mit Kindern bei der Vergabe von Kleingärten vorrangig zu berücksichtigen
Sie appellieren an die Behörden auf allen politischen Ebenen:
- Kleingärten als Lernort für Naturerziehung anzuerkennen und zu unterstützen, diese Bestrebungen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen und die Kosten für die Erschließung von Kleingartenanlagen in die finanziellen Planungen einzurechnen
- Gelände für Kleingärten im städtischen Raum zu reservieren, damit die Lebensqualität sowohl für die Erwachsenen wie auch für die Kinder und Jugendlichen gesteigert werden kann
- das Anlegen von Schulgärten zu fordern um so das Verständnis der Kinder für die Zusammenhänge der Natur zu sensibilisieren, Das Thema "Garten" als Schulfach einzurichten.
Die Resolution wurde einstimmig angenommen.
Warschau, den 19. Juni 2004
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