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08.01.2013

Vögel füttern im Winter – aber richtig!

Wenn es draußen friert und schneit, wird der Garten zum Treffpunkt für eine Vielzahl von Vögeln auf Futtersuche. Ob Amsel, Fink und Meise auf menschliche Hilfe angewiesen sind, bleibt ein ewiger Streitpunkt. Grundsätzlich ist gegen die Winterfütterung nichts einzuwenden. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten.

 

Die Winterfütterung ist eine der schönsten Möglichkeiten, viele der kleinen Sänger, die sich im Sommer nur hören lassen, in Ruhe zu beobachten und näher kennenzulernen. Richtig betrieben, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden. Beschränken werden sollte die künstliche Fütterung aber auf wirkliche Notzeiten, in denen Dauerfrost und geschlossene Schneedecke den Vögeln das Leben schwer machen. Dabei sollten die selteneren und bedürftigeren Arten vorrangig berücksichtigt werden.

Gesteuert wird dies über die richtige Auswahl des Futters: Obst – auch nicht mehr ganz frisches – freut Weichfutterfresser wie Amseln und Drosseln. Eine Mischung aus Samenkörnern, Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Nüssen, Haferflocken und getrockneten Beeren lockt Finken und Kernbeißer, Dompfaffen und Rotkehlchen an. Meisen mögen frei hängende Meisenknödel, die sich aus Sonnenblumenkernen und geschmolzenem Rindertalg selbst herstellen lassen. Nicht ins Futterhäuschen gehören große Speckschwarten (verkleben das Gefieder) oder gesalzene Küchenabfälle – die können tödlich wirken!

Futterplätze kann man kaufen oder mit einfachen Mitteln und ein wenig handwerklichem Geschick selbst herstellen. Zu beachten ist, dass das Dach weit genug vorsteht, um das Futter vor Nässe zu schützen. Ein witterungsgeschützter Platz im Garten ist ideal für das Häuschen. Die Nähe von Bäumen und Sträuchern sollte vermieden werden, um Katzen das Anschleichen zu erschweren. Ideal ist ein Platz, den man vom Fenster aus bequem beobachten kann. Die Futterstelle sollte regelmäßig gereinigt werden.

Übrigens: Auch wer der Winterfütterung als Eingriff in den Naturhaushalt misstraut, muss nicht auf gefiederten Besuch verzichten. Solche Naturfreunde gestalten ihren Garten einfach vogelfreundlich – mit Beerensträuchern und Wildhecken, wo Piepmätze auch im Winter reichlich Nahrung finden.