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30.01.2014

Mitten im Leben – Kleingärtner auf der Internationalen Grünen Woche

Großen Zuspruch fand der Ausstellungsbeitrag der Hamburger Gartenfreunde. Günter Barg erklärt geduldig das Modell der Hamburger Kleingarten-Oase.
Farbenfroh, leicht und offen – so präsentierten sich Berlins Kleingärtner auf der Internationalen Grünen Woche (IGW), der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, die in diesem Jahr bereits zum 79. Mal stattfand. Zahlreiche Gäste aus grüner Branche, Politik und Wissenschaft kamen zum traditionellen Eröffnungsabend der Internationalen Grünen Woche in der Halle 9. Die Blumenhalle stellte unter dem Motto „Internationales Parlament der Blumen“ – passend zur gerade neu gebildeten Bundesregierung – die Idee demokratische Gesellschaft und Politik dar und war gemeinsam mit der Halle der Berliner Gartenfreunde erneut eines der Highlights der Ausstellung.

Gutes Stadtklima
In seinem Grußwort zur Eröffnungsveranstaltung des Berliner Landesverbandes betonte Günter Landgraf, Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin, dass die Kleingärtnergemeinschaft die Plattform der Internationalen Grünen Woche nutze, um die Leistungen und das Können der Kleingärtner optimal zu präsentieren. Gleichzeitig sollte den Besuchern Lust auf Blumen und Pflanzen gemacht und das Bewusstsein für die vielfältigen Möglichkeiten und die Wichtigkeit von Grün geschärft werden.
Berlin entwickelt sich immer mehr zur europäischen Hauptstadt des Urban Greens. Von Anfang an dabei sind Berlins knapp 200.000 Kleingärtner, die mit ihrem privaten Engagement auf den 70.000 Kleingartenparzellen für ein gutes Stadtklima sorgen. Erfreulich sei der hohe Zulauf an jungen Familien mit Kindern in die über 800 Kleingartenanlagen der Stadt, so Landgraf. Damit ist auch das Erscheinungsbild der Kleingärten im Wandel. Einen Ausschnitt dieses Wandels zeigte die Präsentation der Kleingärtner in Halle 9.

Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau betonte in seiner Rede, wie wichtig es sei, die Bedeutung von Grün in der Öffentlichkeit und das Bewusstsein der Gesellschaft weiter zu verankern und sich für Grün in Städten einzusetzen. Die BUGA Havelland 2015 und die IGA 2017 in Berlin würden einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Auch Staatssekretär Christian Gaebler (SPD), Senatsverwaltung Berlin für Stadtentwicklung und Umwelt, hob die Bedeutung von Grün in der Stadt Berlin hervor und die damit einhergehende systematische Stadtentwicklung für ein lebenswertes Umfeld.

Kleingärtner – mitten im Leben
Unter diesem Motto standen in diesem Jahr Gartenteiche als Lebensraum für Kleintiere und Pflanzen im Zentrum der Ausstellung. Zahlreiche Fachvorträge, Foren und Beratungsgespräche rundeten den Auftritt der Kleingärtner ab. Unterstützt wurden die Berliner vom Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg, der das Kleingartenwesen der Republik gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde präsentierte. Am gemeinsamen Stand der Verbände fand nicht nur das Modell der Kleingarten-Oase, die auf der Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg für viel Anerkennung sorgte, großen Anklang: Mit einem kurzweiligem Natur-Quiz und der Herstellung praktischer Paperpots aus Altpapier zur Jungpflanzenanzucht demonstrierten die Gartenfreunde, dass man mit Gärtnern in der Stadt – ganz gleich in welcher Form – durchaus ein Beitrag zu bewussten und nachhaltigen Lebensstilen leisten kann.