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02.03.2013

Kleingärtner – wichtiges Sprachrohr für den Erhalt deutscher Gartenkultur

Am 31. Januar traf der Präsident des BDG die Abgeordnete des Bundestages Frau Bettina Herlitzius in Berlin. Frau Herlitzius versicherte zu Beginn des Gesprächs, dass die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen weiterhin in vollem Umfang zu den 2009 gemachten Aussagen zur Sicherung des Kleingartenwesens stünden. Die Kleingärtnerorganisation leiste nach wie vor einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der deutschen Gartenkultur.

Die Politiker von Bündnis 90/Die Grünen wollen auch bei den Landesregierungen weiterhin dafür werben, das organisierte Kleingartenwesen durch institutionelle und projektorientierte Förderung zu unterstützen. Die Grünen werden sich dafür einsetzen, dass der Paragraph 13 a Baugesetzbuch, der auf das beschleunigte Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung setzt, umfassend überarbeitet oder sogar gestrichen wird. Das hätte für das Kleingartenwesen den Vorteil, dass Investoren städtische Grünbereiche – wozu auch Kleingartenanlagen gehören – nicht mehr kurzfristig bebauen dürfen. Eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung wäre dann Gesetzesgrundlage, was Kleingartenanlagen zu schützenswerten Grünflächen machen würde. Eine Überplanung auf „kurzem Weg“ wäre somit schwieriger.

Frau Herlitzius hob in dem Gespräch die stadtklimatische und ökologische Funktion von Kleingärten für urbane Räume hervor und betonte, dass Kleingartenanlagen erheblich zur Lebensqualität von Menschen in Städten beitragen.

Sie wies auf die starke soziale Kompetenz des Kleingartenwesens hin, die sich in zahlreichen Projekten und Aktionen widerspiegelt. Dieses bürgerschaftliche Engagement sollte noch mehr Würdigung erfahren, so die Abgeordnete.

Zur Fortsetzung und Entwicklung der vielfältigen Kleingärtner-Projekte regte Frau Herlitzius an, die Realisierung zukünftiger Aktionen mit der Gründung von Fördervereinen zu verbinden. So könnten die durch Entscheidungen des Bundestages zur Verfügung gestellten Mittel auch die „grünen Projekte“ der Kleingärtner fördern.

Auf die Frage zur Geltung der Aufwandsentschädigung für Übungsleiter auch für Ehrenamtler im Kleingartenwesen schlug die Abgeordnete vor, dass entsprechende Impulse aus den Bundesländern anzuregen, um so zu erreichen, dass betreuerisch-pädagogische Tätigkeiten im Kleingartenwesen (zum Beispiel Betreuung von Kinderprojekten, Fachberatung) durch die Verantwortlichen auch im Sinne des Übungsleiterfreibetrages honoriert werden könnten.

Dr. Norbert Franke,
Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde