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01.09.2014

Germany’s Allotments

Eine Streuobstwiese an der Datsche, Erdbeerbeete und Rosenstöcke am eigenen Haus: Auch das sind kleine Gärten. Aber sind es Kleingärten? Nein, sie sind es nicht. Denn hinter dem Label Kleingarten verbirgt sich traditionell mehr, als nur das Anbauen, Pflegen und Ernten von Pflanzen. Neben der gärtnerischen Nutzung und der Erholung steht vor allem das Miteinander verschiedener Generationen und sozialer Schichten im Vordergrund. Den klassischen Kleingarten gibt es deshalb nur in einem gemeinnützigen Verein. Kleingärtnervereine sind öffentliche Anlagen auf Pachtflächen, die mehrere Einzelgärten zusammenfassen und z. B. Spielflächen für Kinder und ein Vereinshaus besitzen können.

Sie denken bei Kleingarten an Gartenzwerge und genormte Heckenhöhen? Vergessen Sie’s! Die ersten Gartenkolonien entstanden vor rund 200 Jahren. In dieser langen Zeit haben sie sich manches Klischee anstecken lassen müssen – und wieder abgeschüttelt. Heute sind die kleinen Gärten das grüne Wohnzimmer mitten in der Stadt. Näher und unkomplizierter ist Erholung nicht zu haben. Hier treffen Junge auf Alte, Familien auf Singles, Professoren auf Handwerker. Was sie alle gemeinsam haben, ist die Freude an der Natur, das Vergnügen am Gärtnern und die Lust, im Grünen zu genießen. Kleingärten bieten Gemeinschaft – und lassen jedem seine Individualität.