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07.09.2015

BDG-Verbandstag: Die wahren Grünen

Kleingärtner machen sich stark für grüne Städte

Beim 27. Verbandstag des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG) ging es natürlich um Organisatorisches: alle vier Jahre wählen die Delegierten ein neues Präsidium für die Dachorganisation. Unter der Führung von BDG-Präsident Peter Paschke, der in seinem Amt bestätigt wurde, werden nun acht weitere Präsidiumsmitglieder – darunter neue Gesichter – die Geschicke der Kleingärtnergemeinschaft unter dem Dach des BDG lenken.

Mit der Wahl am 5. September wurde das Präsidium aber nicht nur wesentlich verjüngt, auch der weibliche Anteil wurde gestärkt: Neben Sandra Böhme, die als Präsidiumsmitglied für Jugend und Soziales zuständig ist, übernahm Viola Kleinau das Amt des Präsidiumsmitglieds für Finanzen. Beide Gartenfreundinnen kommen aus Berlin.

Den Verbandstag in Rostock nutzten die Gartenfreunde aber auch, um das Selbstverständnis eines in jedem Sinne grünen Verbands zu bekräftigen.

Nachhaltigkeit, Ökologie und der Einsatz für Natur in den Städten sind die Säulen des modernen Kleingartenwesens, wie sie in einem aktuellen Positionspapier festgeschrieben wurden. Kleingärtner tragen seit über 200 Jahren dazu bei, dass unsere Städte lebenswert sind. Die Zukunftsvision der grünen Stadt ist für Kleingärtner keine neue Mode, sondern schon lange alltäglich. Deswegen fordert der BDG auch, dass Kleingartenflächen erhalten und beim Städtebau berücksichtigt werden.

Das Präsidium in neuer Besetzung (von links): Jürgen Maßalsky, Viola Kleinau, Jürgen Sheldon, Peter Paschke, Rainer Merkel, Sandras Böhme, Martin Rist, Dirk Sielmann, Werner Heidemann

Die Kleingärten dienen vor allem in den Städten längst nicht mehr der reinen Produktion von Nahrungsmitteln: Sie bieten den Menschen einen Ausgleich im Grünen, sie fördern das Wissen über die Natur und den nachhaltigen Umgang mit ihr und sie sind wichtige Ausgleichflächen für das Stadtklima. Naturnahes Gärtnern nach den Regeln der Nachhaltigkeit wird in den kleinen Gärten schon lange gefördert. Fachberater werden speziell zu Fragen des ökologischen Gärtnerns ausgebildet und geben ihr Wissen in den Vereinen weiter. Damit leisten Kleingärtner einen wichtigen Beitrag für einen guten Umgang mit unseren Ressourcen.

Auf dem Verbandstag wurden das grüne Selbstverständnis und der Zusammenhalt der Kleingärtner gestärkt. Denn trotz des Bekenntnisses der Politik zur grünen Stadtentwicklung müssen die kleinen Gärten immer wieder gegen andere Nutzungsinteressen verteidigt werden. Der Kampf um die Anerkennung der vielfältigen Leistungen des Kleingartenwesens steht daher auch für die nächste Wahlperiode ganz oben auf der Agenda des BDG.