StartseiteNews3. Kleingärtnerkongress – Die Zukunft kann beginnen
27.05.2014

3. Kleingärtnerkongress – Die Zukunft kann beginnen

Zwei Tage haben mehr als 150 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde aus dem Bundesgebiet, flott moderiert von Präsidiumsmitglied Armin Matzke, spannenden Vorträgen namhafter Referenten zugehört. Für alle stand eine Tatsache im Mittelpunkt: Kleingärten sind Orte für Natur, Vielfalt und Gesundheit.

Voll Lobes waren die Ausführungen über das Kleingartenwesen. „Kleingärten sind ein Teil unserer Wissensgesellschaft.“ „Gärten gehören zur Geschichte der Menschheit“. „Die Sehnsucht kommt zurück.“ „Die Bedeutung für Gesundheit und Gemeinschaft wächst.“ Kleingärten sind ein kostbarer Ausgleich im hektischen Alltag, sind ein Ort für den entspannten Umgang mit der Natur, Entspannung für Geist und Seele, Grünes Wohnzimmer. Sie sind eine Werkstatt für gemeinnützige, gesellschaftspolitische Belange.

Die Kongressteilnehmer hätten stolz und erhobenen Hauptes die Heimreise antreten können, wären da nicht die Herausforderungen, denen sich die Gartenfreunde in vielen Regionen stellen müssen. Der demografische Wandel, der Anstieg der Alterspyramide, der rapide Bevölkerungsrückgang, die Landflucht, sind Themen, denen sie sich stellen müssen. Die Lebenssituation vieler Menschen hat sich verändert. Häufiger Umzug, lange Wege zur Arbeit, ungünstige Arbeitszeiten lassen eine regelmäßige Gartenarbeit nach Feierabend oder am Wochenende oft nicht zu.

Die Referenten fanden Antworten auf diese Themen. Sie machten den Teilnehmern Mut, zeigten auf, dass die Bedeutung des Kleingartenwesens von der Gesellschaft, von Politik, Verwaltungen und der Wissenschaft erkannt und anerkannt wird.

Professor Neumann beschrieb den Wandel von der Quantität zur Qualität der Gärten, vom Armengarten zum strukturellen Reichtum.Er forderte aber gleichzeitig auf, vorzudenken. Mit den Leitlinien des Deutschen Städtetages liegt ein Papier vor, das die Bedeutung und die Zukunft des Kleingartenwesens unterstreicht.

Dass Kleingärtner in Deutschland vor großen Herausforderungen stehen, aber auch positiv in die Zukunft blicken können, war das Fazit der Podiumsdiskussion. Veränderungen auf der Grundlage des Bundeskleingartengesetzes, das niemand in Frage stellen will, sind möglich. Ein qualitativer Wandel zu neuen Partnern, neuen Kunden und neuen Organisationsformen ist unverzichtbar. Die Bandbreite der Bedeutungen des Kleingartenwesens, als unabdingbarer Bestandteil der Stadtentwicklung, des Klimaschutzes, des Hochwasserschutzes, aber auch für die soziale Stadt, die Gesundheit und den Naturschutz lassen weitreichende Möglichkeiten einer auf die Zukunft ausgerichteten Entwicklung zu.

Joachim Roemer, Presseausschuss BDG

 

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