StartseiteNews23. Bundeswettbewerb – Deutschlands beste Kleingärtner
24.11.2014

23. Bundeswettbewerb – Deutschlands beste Kleingärtner

Bundesministerium vergab überraschend fünf Sonderpreise

Die Sieger stehen fest, und somit ist auch der 23. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ Kleingarten-Geschichte. Am 22. November überreichten Staatssekretär Florian Pronold und BDG-Präsident Peter Paschke in einer eindrucksvollen zweieinhalbstündigen Jubelfeier die Auszeichnungen. Neun Gold-, 15 Silber- und sechs Bronzemedaillen wurden in Berlin verliehen. Die Auszeichnungen würdigen besondere soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen der Kleingärtnervereine. Das Motto in diesem Jahr lautete: „Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“.

„Es ist beeindruckend, was unsere Kleingärtner ehrenamtlich auf die Beine stellen. Alle 30 Finalisten sind herausragende Beispiele dafür, wie wichtig die kleinen Gärten für unsere Städte und Gemeinden sind“, betonte Jürgen Sheldon, Vorsitzender der Jury des Bundeswettbewerbs, in seinem Fazit am Sonnabend. „Wir sind stolz auf unsere Kleingärtner, die zeigen, wie sich auch mit begrenzten Mitteln viel erreichen lässt – für die Gemeinschaft, die Integration oder die biologische Vielfalt“, so Sheldon weiter.

Wer letztlich Gold, Silber oder Bronze gewann, blieb bis zum Schluss geheim. Daher löste sich die Spannung häufig in spontanem Jubel der Gartenfreunde und Gartenfreundinnen, die mit Ihren Bürgermeistern, Kommunalvertretern, Politikern und Mitstreitern aus allen Teilen des Landes angereist waren.

Für Überraschung sorgte die Ankündigung Florian Pronolds, dass zusätzlich fünf Sonderpreise, die mit jeweils 1000 Euro dotiert waren, durch das Bundesministerium für Umwelt und Bau zu vergeben waren. Damit wurden Kleingärtnervereine gewürdigt, die sich durch besondere Leistungen im Sinne der sozialen Stadt hervorhoben. Über einen Scheck in Höhe von 1000 Euro freuten sich:

  • der Verein „Wilster“ aus Wilster, Schleswig-Holstein,
    für sein beispielhaftes ökologisches Engagement in enger Kooperation mit regionalen Natur- und Umweltschutzverbänden,
  • der Verein „Waldessaum II“ aus Rostock-Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern
    für seinen außergewöhnlichen Einsatz zur Erhaltung des Artenreichtums bei Kulturpflanzen und für seine innovativen Ideen zur Bewahrung des Kulturguts Gärtnern,
  • der Verein „Gartengruppe Weinberg“ aus Roßwein, Sachsen, für den beispielhaften Rückbau nicht mehr benötigter Kleingartenflächen in hervorragender Kooperation mit der Kommune,
  • der Verein „Fortschritt“ aus Querfurt, Sachsen-Anhalt, für sein großes bürgerschaftliches Engagement zur Integration von Menschen verschiedener sozialer Milieus und für seine engagierte Zusammenarbeit mit dem Tafel-Projekt Querfurt,
  • der Verein „Gartenfreunde Langen“ aus Langen, Nähe Bremerhaven für seinen Optimismus und seine hohes Maß an landschaftspflegerischer und naturschutzfachlicher Kompetenz.

Alle vier Jahre lassen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG) die Kleingärtner zur Meisterschaft antreten. Eine Fachjury nimmt alle Finalisten vor Ort genau unter die Lupe. Vor allem mit ihrem sozialen und ökologischen Engagement wussten die Gartenfreunde und Gartenfreundinnen in diesem Jahr zu überzeugen.


Download