08.10.2012

Quitten – aromatische Früchte in leuchtendem Gelb

QuitteZeitweilig fast vergessen zeigt sich die Quitte (botanisch: Cydonia oblonga) als Art der Rosengewächse heute wieder in vielfältigen Formen: Ob als Kompott, Mus, Marmelade oder Likör – die leuchtend gelbe Frucht ist ein Genuss.

Der Grund für ihre seltene Verwendung liegt wahrscheinlich darin, dass die Quitte im rohen Zustand praktisch nicht verzehrt werden kann, da das Fruchtfleisch recht hart und bitter ist. Erst die Verarbeitung der Frucht sorgt dafür, dass sich ihr aromatischer Geschmack entfaltet. Die inzwischen fast schon exotisch erscheinenden Früchte sollten vor der Verarbeitung außerdem von ihrem pelzigen Flaum, der die Quitte vor dem Austrocknen im Sonnenlicht schützt, befreit werden.

Quitten sollten zudem erst reif gepflückt werden: Die Früchte werden erst dann geerntet, wenn sich ihre grüne Farbe zu einem satten Gelb ändert. Wird das Kernobst zu spät gepflückt, kann sich das Fruchtfleisch bräunlich verfärben, was dem Aroma aber nicht schadet. Pflanzt man einen Quittenbaum an einem sonnigen und geschützten Plätzchen, kommt man jedes Jahr zur Herbstzeit in den Genuss der gelben Früchte.