16.12.2013

Grünkohl: Kälte muss sein

GrünkohlNach dem ersten Frost ist seine große Zeit: der Grünkohl (botanisch: Brassica oleracea var. acephala) ist ein gesunder Winterklassiker der deutschen Küche. Dass der Kohl erst nach längerer Kälteeinwirkung genießbar ist, ist übrigens kein Bauernmärchen. Durch die tiefen Temperaturen pro­du­ziert der Grünkohl mehr Zucker als er selbst verbraucht – und wird dadurch schmackhafter. Da dieser Vorgang nur bei lebendigen Pflanzen stattfindet, ist die Tiefkühltruhe keine Alternative. Allerdings: Die klassische „Kohl und Pinkel“-Mahlzeit ist ohnehin eher für die kalte Jahreszeit geeignet.

Das vitaminreiche Gemüse ist ungewöhnlich robust: Es gedeiht auch auf nähr­stoff­ar­men Böden gut. Die Aussaat ist ab Mitte Mai möglich. Als gute „Nachbarn“ für den Grünkohl sind Rote Bete, Spinat oder Radicchio empfehlenswert, andere Kreuz­blü­ten­ge­wächse sowie die meisten Zwiebelarten sind tabu. Außerdem ist ein regelmäßiger Standortwechsel ratsam: Erst nach drei Jahren sollte der Kohl wieder auf demselben Beet stehen.