26.01.2015

Aus Löwenzahn gesunden Wintersalat ziehen

LöwenzahnViele Gärtner sehen in ihm nur ein lästiges Ärgernis, dabei ist Löwenzahn (botanisch: Taraxacum officinale) auch eine wohlschmeckende Gemüsepflanze. Ein besonderer Vi­ta­min­lie­fe­rant ist das Kraut im Winter. Denn jetzt können die Wurzeln wie beim Chicoree zum Treiben angesetzt werden. Dabei wachsen die Blätter im Dunkeln und sind deshalb weniger bitter. Besonders empfehlenswert ist die Sorte ‚Sperling Lyonell‘ mit ihren breiten, mild schmeckenden Blättern.

Zum Treiben werden die im Sommer vorkultivierten Löwenzahnwurzeln im November ausgegraben und in einem Eimer mit Gartenerde eingelagert – am besten in einem kühlen Schuppen. Bei Bedarf können die Wurzeln dann zum Treiben herausgenommen werden. Man kürzt die Wurzeln dazu auf die gleiche Länge und stellt sie in einen Eimer. Dieser wird so hoch mit Wasser befüllt, dass die Wurzeln noch etwa fünf Zentimeter herausgucken. An einem dunklen Ort bei 15 bis 18 Grad Celsius kann der Löwenzahn nun austreiben. Sollten Keller oder Schuppen nicht dunkel genug sein, werden die treibenden Wurzeln einfach mit einem Eimer abgedeckt werden. Nach zwei bis sechs Wochen (je nach Temperatur) lässt sich ein schmackhafter und äußerst gesunder Salat ernten.