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02.12.2013

Vögel füttern im Winter – aber richtig

Vogelfutter-1Fotos 1-4: Tom WagnerWenn es draußen friert und schneit, wird der Garten zum Treffpunkt für eine Vielzahl von Vögeln auf Futtersuche. Ob Amsel, Fink und Meise auf menschliche Hilfe an­ge­wie­sen sind, bleibt ein ewiger Streitpunkt. Grundsätzlich ist gegen die Win­ter­füt­te­rung nichts einzuwenden. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten.

Die Winterfütterung ist eine der schönsten Möglichkeiten, viele der kleinen Sänger, die sich im Sommer nur hören lassen, in Ruhe zu beobachten und näher kennenzulernen. Richtig betrieben, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden. Beschränkt werden sollte die Fütterung aber auf wirkliche Notzeiten, in denen Dauerfrost und geschlossene Schnee­de­cke den Vögeln das Leben schwer machen. Gleichzeitig sollte bei der Füt­te­rung versucht werden, vorrangig die selteneren und bedürftigeren Arten zu be­rück­sich­ti­gen.
Das kann über die richtige Auswahl des Futters gesteuert werden: Obst – auch nicht mehr ganz frisches – freut Weichfutterfresser wie Amseln und Drosseln. Eine Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Nüssen, Haferflocken und getrockneten Beeren lockt Finken und Kernbeißer, Dompfaffen und Rotkehlchen an. Meisen mögen frei hängende Meisenknödel, die sich aus Haferflocken und geschmolzenem Rindertalg selbst herstellen lassen. Nicht ins Futterhäuschen gehören große Speckschwarten (verkleben das Gefieder) oder gesalzene Küchenabfälle – die können tödlich wirken!

Futterhäuschen kann man kaufen oder mit einfachen Mitteln und ein wenig hand­werk­lich­em Geschick selbst herstellen. Es ist darauf zu achten, dass das Dach weit genug vorsteht, um das Futter vor Nässe zu schützen. Im Garten sollte einen wit­te­rungs­ge­schütz­ter Platz für die Fütterungseinrichtung gesucht werden. Die Nähe von Bäumen und Sträuchern sollte vermieden werden, um Katzen das Anschleichen zu erschweren. Die Futterstelle muss regelmäßig von Vogelkot, gesäubert werden, um die Gefahr von Infektion zu verringern.


Übrigens: Auch wer der Winterfütterung als Eingriff in den Naturhaushalt misstraut, muss nicht auf gefiederten Besuch verzichten. Gestalten Sie Ihren Garten einfach vo­gel­freund­lich – mit Beerensträuchern und Wildhecken, wo Piepmätze auch im Winter reichlich Nahrung finden.
 

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