02.05.2013

Froschkonzert am Gartenteich


Frosch-1Fotos (3): Thomas Wagner


Wer ein Feuchtbiotop in Form eines Gartenteichs oder Sumpfbeets sein Eigen nennt, hat über kurz oder lang Frösche als Gartenmitbewohner, vielleicht schaut sogar eine Kröte vorbei. Während die einen das unvermeidliche Gequake als angenehmes Frühjahrskonzert empfinden, sind andere – vor allem in der Paarungszeit im Mai – von der Dauerbeschallung durch die Frösche genervt. Doch aushalten muss man den Lärm auf jeden Fall – Kröten und Frösche stehen unter Naturschutz und dürfen nicht umgesiedelt werden.

In unseren Breiten trifft man vor allem auf den Teichfrosch, den Moorfrosch und den Grasfrosch. Bei Gartenfreunden mit einem Naturteich siedeln sich Frösche von ganz allein an, denn die Bepflanzung bietet ihnen Schutz. Sie ernähren sich von Schnecken, Insekten und Würmern und sind deshalb für den Garten wie auch für den Teich sehr nützlich. Als Teil der Nahrungskette werden sie von Störchen und Reihern gefressen. Zudem vermehren sie sich nie übermäßig, denn die Anzahl der Nachkommen reguliert sich von selbst – auch durch Kannibalismus.

Der Teichfrosch ist auch als Wasserfrosch bekannt. Er paart sich von Mai bis Juni und wird etwa zehn Zentimeter groß. Seine Färbung kann von grün bis braun changieren, man erkennt ihn an einer hellgrünen Linie am Rücken. Der Grasfrosch ist plumper und bräunlicher. Der Moorfrosch ist der kleinste unter den dreien. Er wird höchstens sieben Zentimeter groß und hat eine braune Farbe. Wie der Name schon sagt, findet man ihn vor allem in Mooren und seltener am Gartenteich.

Quaken erlaubt
Das Quaken von Fröschen kann gerade in der Paarungszeit nerven. Deshalb kommt es leider immer wieder vor, dass Laichballen aus den Gewässern entfernt werden. Zur Erhaltung von stabilen Amphibienpopulationen ist es jedoch notwendig, den Tieren eine möglichst ungestörte Entwicklung vom Ei über die Kaulquappe bis zum Jungtier zu ermöglichen. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber Amphibien in allen Lebensstadien und ebenso ihre Lebensräume unter Schutz gestellt. Frösche gehören dazu und dürfen nicht gefangen, umgesetzt oder gar getötet werden. Eine Umsiedlung ist nur bei exzessiver Ruhestörung und nur mit offizieller Genehmigung möglich.

Seltene Besucher
Kröten lassen sich eher selten an heimischen Gartenteichen blicken. Wenn man doch ein Exemplar entdeckt, handelt es sich meist um eine Knoblauchkröte oder eine Erdkröte. Die beiden sehen sich erstaunlich ähnlich. Was man vor sich hat, erkennt man an den Pupillen der Kröte. Beide sind jeweils elliptisch geformt – aber die der Knoblauchkröte ist senkrecht, während die Pupille der Erdkröte waagerecht elliptisch ist.

Wer sich Amphibien als Bewohner oder Gäste seines Gartenteiches wünscht, sollte ein wenig Geduld aufbringen. Denn wenn das Umfeld stimmt und auf Fischbesatz verzichtet wird, stellen sich Kröten, Frösche und auch Molche früher oder später von allein ein.

 

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