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01.03.2014

Der Garten im März 2014

Tipp: Unansehnliche, vermooste Rasenflächen können mit ein paar Tricks frühjahrsfit gemacht werden. Nach dem ersten Schnitt wird vertikutiert, danach mit Quarzsand im Verhältnis eins zu drei vermischte gesiebte Komposterde aufgestreut. Das fördert die Durchlüftung und verringert das Mooswachstum. Nehmen Unkräuter wie Gänseblümchen überhand, nicht gleich zur Chemie greifen. Die Devise lautet: Mit organischem Langzeitdünger düngen, düngen, düngen. Dann verdrängen die kräftig wachsenden Rasengräser die Wildkräuter.

 

Zwiebeln säen Zwiebeln säen
Die Aussaat von Speisezwiebeln ist besonders bei seltenen und alten Sorten vonnöten, da Raritäten selten als Pflanzgut (Steckzwiebeln) vertrieben werden. Zwiebeln stellen besonders hohe Ansprüche an den Boden und gedeihen am besten auf Lehm- und Lößböden mit hohem Humusanteil. Reine Sandböden, aber auch zu schwere oder nasse Böden sind ungeeignet. Frische organische Düngung mögen Zwiebeln ebenfalls nicht. Die Aussaat sollte so früh wie möglich erfolgen, allerdings muss der Boden abgetrocknet sein. Die für die Aussaat vorgesehene Fläche darf nicht gegraben, allenfalls gegrubbert und geharkt werden. Der günstigste Saattermin liegt Anfang bis Mitte März. Als Reihenabstand genügen 20 cm. Säen Sie möglichst dünn (0,5 g Saatgut/m²) und nicht tiefer als 1 Zentimeter. Markiersaat beispielsweise mit Radieschen ist von Vorteil. Nach dem Auflaufen sollten zu dicht stehende Pflänzchen vereinzelt werden.

 

Johannisbeer-Gallmilbe Johannisbeer-Gallmilbe
Schwarze Johannisbeeren werden häufig von Johannisbeer-Gallmilben befallen. Die Erkrankung ist bereits vom Spätherbst an durch die ballonartig aufgetriebenen Rundknospen sichtbar. Die Milben verursachen einen schwachen, oder völlig fehlenden Austrieb (Verkahlung), Blattdeformationen und damit einen hohen Ertragsverlust. Außerdem verbreitet die versteckt lebende Milbenart eine Virose, wodurch sich die Blätter brennesselartig verformen. Die Milben werden durch konsequenten Rückschnitt ins alte Holz oder durch Ausbrechen der befallenen Knospen bekämpft. Die befallenen Pflanzenteile gehören nicht auf den Kompost. Ist der Befall zu stark, hilft nur noch Roden der erkrankten Sträucher. Wichtig sind gesundes Pflanzgut aus dem Fachmarkt und der Anbau resistenter Sorten, zum Beispiel die Sorten ‚Dr. Bauer‘s Ometa‘ und  ‚Titania’.

 

Sommerblumen säen Sommerblumen säen
Sommerblumen, die eine Vorkultur benötigen, werden ab Mitte März ins Frühbeet gesät. Infrage kommen vor allem Löwenmaul, Sommerastern, Studentenblumen und Zinnien. Damit sie sich gut entwickeln, sollte nicht zu eng gesät werden. Sonst muss verzogen werden. Die Aussaat wird in leicht des Saatgutes mit Erde bedeckt und stets feucht gehalten. Nach dem Auflaufen sollte sehr vorsichtig gegossen werden, da die Jungpflanzen bei zu großer Feuchte von Wurzelpilzen befallen werden. Stetes Lüften bei warmem Wetter ist besonders wichtig: So trocknet der Boden ab und die Jungpflanzen werden abgehärtet.

 

Kästen und Kübel bepflanzenKästen und Kübel bepflanzen
Balkonkästen, Schalen, Tröge und Kübel für Sommerblumen können ab Mitte März mit Frühjahrsblühern bestückt werden. Das verkürzt die Wartezeit bis zur Sommerbepflanzung Mitte/Ende Mai. Als Substrat kommen torffreie Blumenerden aus dem Handel  oder Kompost aus dem Garten zum Einsatz. Kompost kostet nichts und enthält reichlich Nährstoffe, sodass eine Düngung praktischerweise entfallen kann. Geeignete Blumenarten für die Frühjahrspflanzung  sind neben Stiefmütterchen, Primeln auch Tausendschön und Vergissmeinicht. (Fotos: Tom Wagner)


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