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04.02.2013

Sektorspezifische Leitlinie zum Integrierten Pflanzenschutz im Haus- und Kleingartenbereich

Vor dem Hintergrund des Schutzes von Gesundheit und Umwelt schreibt die Richtlinie 2009/128/EG allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor, Maßnahmen zur Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu fördern.

Dazu sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, nationale Aktionspläne zu erstellen. Diese sollen beschreiben, wie sichergestellt wird, dass alle beruflichen Verwender von Pflanzenschutzmitteln die allgemeinen Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes spätestens ab dem 1. Januar 2014 anwenden. Der integrierte Pflanzenschutz ist Teil der guten fachlichen Praxis, die nach dem Pflanzenschutzgesetz Vorschrift und somit verbindlich zu befolgen ist. Die gute fachliche Praxis ist jedoch kein statischer Zustand, sondern ein dynamisches System, das sich auf der Grundlage neuer Erkenntnisse und praktikabler Verfahren ständig weiterentwickelt.

Deshalb enthält die Richtlinie zusätzlich die Verpflichtung für die Mitgliedstaaten zur Schaffung geeigneter Anreize zur freiwilligen Umsetzung von kultur- oder sektorspezifischen Leitlinien zum integrierten Pflanzenschutz durch die Verwender. Diese Leitlinien sollen die Einführung des integrierten Pflanzenschutzes in Beratung und Praxis unterstützen und Basis für eine Weiterentwicklung des integrierten Pflanzenschutzes sein. So haben der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde und weitere Spitzenverbände des Freizeitgartenbaus – basierend auf den allgemeinen Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes nach Anhang III der Richtlinie 2009/128/EG – gemeinsam Empfehlungen für die Umsetzung von Maßnahmen für den Sektor Haus- und Kleingarten in einer Leitlinie erarbeitet. Das Dokument wird in Kürze dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz überreicht. Die Leitlinie soll nach Begutachtung durch ein Expertengremium auf den Internetseiten aller Spitzenverbände des Freizeitgartenbaus veröffentlicht werden.


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