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Bundesverband > Grün für alle |
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Grün für alle |
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Kleingärten –
Grüne Erholungsräume für alle
In Deutschland gibt es mehr als eine Million Kleingärten. Zusammengenommen
entspricht dies einer Fläche von mehr als 46 Tausend Hektar. Kleingärten sind in Anlagen
zusammengefasste, grüne, maximal 400 Quadratmeter große Parzellen. Sie dienen
der privaten Nutzung zum Anbau von Obst, Gemüse und Zierpflanzen sowie der
Erholung.
Kleingartenanlagen haben eine wichtige Funktion als Erholungs- und Naturraum
innerhalb der Städte. Genutzt werden sie von den Kleingärtnern und ihren Familien,
insgesamt über vier Millionen Menschen (Zum Vergleich: Stadt und Land Berlin
haben zusammen ca. 3,5 Millionen Einwohner). Nicht mitgezählt sind dabei Freunde
und Bekannte – und die vielen Menschen, die in Kleingartenanlagen spazieren gehen.
Ein Stück Grün in Wohnungsnähe
Kleingärten in der Stadt – ein wichtiger Ausgleich für Menschen, die in
Stadtwohnungen leben. 94 Prozent aller Kleingärtner wohnen in einer
Etagenwohnung, ohne einen Garten nutzen zu können, 50 Prozent in
unterdurchschnittlich kleinen Wohnungen. Der Kleingarten ist das eigene
Stück Natur, ganz in der Nähe.
Von Kleingärten profitieren alle: Kleingartenanlagen sind ein wichtiger Teil der
„grünen Lungen“ in Ballungsräumen. Sie bringen Licht und Luft in bebaute Gebiete,
gleichen die zunehmende Versiegelung unserer Landschaft aus und sorgen für ein
besseres Stadtklima.
Kleingärten sind Grünanlagen zum Nulltarif: Sie stehen allen zum Spaziergang
offen. Die Pflege kostet die öffentliche Hand keinen Pfennig. Neue Anlagen
bestehen zu 40 Prozent aus Gemeinschaftsgrün. Die Stadt Köln müsste zum Beispiel
für die Pflege einer Grünfläche, die den 12.660 Kölner Kleingärten entspricht,
jährlich 11,65 Millionen Euro aufwenden.
Leben und leben lassen
Kleingärten sind unentbehrliche ökologische Inseln in der Stadt: Sie bieten
Nistmöglichkeiten für Vögel und sind Lebensräume für Kleintiere wie Igel oder
Frösche, für Insekten und Pflanzen. Die Artenvielfalt in Kleingärten ist größer
als in öffentlichen Parks.
Die Kleingärtnervereine haben sich dem schonenden Umgang mit der Natur
verschrieben. Statt Chemie setzen die Kleingärtner auf biologische
Schädlingsbekämpfung – schließlich wollen sie das Obst und Gemüse aus dem
Garten selbst essen. Fachberater in jedem Verein helfen beim biologischen
Anbau oder bei der Auswahl standortgerechter, widerstandsfähiger Pflanzen.
Kleingärten bewahren die Gartenkultur. In Kleingärten werden nach dem Vorbild
alter Bauerngärten Obst- und Zierpflanzensorten gepflegt und kultiviert, die sonst in
Vergessenheit geraten würden.
Kleingärten sind Spielräume für Kinder. Hier können sie gefahrlos spielen und
Natur erleben. Sie erfahren natürliche Zusammenhänge als spannendes Abenteuer,
das man schmecken und riechen kann. So lernen sie spielerisch den verantwortlichen
Umgang mit der Natur.
Soziale Integration ist für Kleingärtnerinnen und Kleingärtner kein Fremdwort,
sondern wird täglich praktiziert. Die Kleingärten werden von ihren Mitgliedern
jeweils selbständig verwaltet. Ein Schwätzchen am Gartenzaun, gemeinsame Feste,
gemeinsame Arbeit für die gesamte Anlage … Ob Familie oder Alleinerziehende,
ob Kinder, Senioren, junge Leute oder ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger –
jeder ist willkommen. |
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